27. Dezember 2010
Bruce arbeitet für Microsoft und die bisherigen Vorträge von Microsoft-Mitarbeitern (insbesondere auch der von Bruce Dang auf dem 25C3) waren immer sehr durchwachsen. Man konnte gut erkennen, dass die zwar viel wissen aber nichts davon sagen dürfen. Insofern ging ich mit niedrigen Erwartungen in diesen Vortrag.
Microsoft hat das erste Sample eines Programmes das die LNK-Lücke ausnutzt von AV-TEST bekommen. Von dort wurde angefangen zu analysieren. Microsoft wusste damals nicht, dass mehrere Lücken ausgenutzt werden. Sie haben deshalb nur mit einer gerechnet und mussten in kurzer Zeit ~1MB Binärcode dekodieren und analysieren.
Bug 1: LNK-Files
- LNK Files contain a link to its target
- The shell needs to know what icon represents the target
- Control panel links can have dynamic icons
- Shell gets the icon by LoadLibrary() the target
- LoadLibrary() automatically executes DllMain() so attacker gets code execution in the context of explorer.exe
Fix is to check if the applet is registered before loading dynamic icons.
Und ganz toll, das haben die Microsoft-Entwickler innerhalb von einer Stunde rausgefunden, nachdem die Lücke jahrenlang übersehen wurde. Mein Gott sind die alle toll und werden die von Bruce gelobt. Man könnte fast meinen, Microsoft hat die besten Entwickler die alles sofort wissen und nie Fehler machen. Schon seltsam.
Bug 2: Task Scheduling (nur Vista/Win7)
- Scheduled Tasks werden in einem User-schreibbaren XML-File gespeichert
- Eine Prüfsumme des XML-Files wird (sicher) in der Registry gespeichert
- Der Hash-Alogrithmus zur Verifizierung der Integrität ist CRC32
- Kollisionen leicht zu erzeugen, User-Wechsel auf LocalSystem möglich
Fix: Algorithm was changed to SHA256
Bug 3: Keyboard Layout (nur WinXP)
- in win32k.sys
- ein Integer aus dem Layout-File wird für einen globalen Array im Kernel verwendet
- keine Prüfung des Integer-Werts, daher kann irgendwohin gesprungen werden
Fix: Prüfung des Integers
Bug 4: Spooler Subsystem
- entdeckt von Dan Kaminsky, der das Schadprogramm im Netzwerk laufen lies.
- es gibt zwei Spezialfälle in denen der Spooler nicht auf Gast-Rechte zurückfällt
- bekannte Problematik von Windows XP, absichtlich so programmiert
- der Print-Spooler erzeugt zwei Dateien mit LocalSystem-Rechten
- ein EXE-File, das ausgeführt werden soll
- ein MOF-File, das automatisch ausgeführt wird, wenn es in einem bestimmten Verzeichnis liegt
Fix: Rechtezuweisung überarbeiten
Und das Summary, die Leute die bei Microsoft arbeiten sind alle gaaaanz tolle Helden und arbeiten alle super zusammen und finden in Minuten alle Lücken die sie auch sofort fixen können. Naja, wenigstens war diesesmal nur der halbe Vortrag eine Marketingshow.
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Dominik und Frank erklären die gängigen Angriffsszenarien gegen den neuen Personalausweis, insbesondere die Angriffe mit Schadprogrammen auf dem Client bei Verwendung eines Basislesers (d.h. PIN-Eingabe an der normalem PC-Tastatur) sowie Relay- bzw. Man-in-the-Middle-Angriffe bei der mittels virtueller Smartcard die Informationen der realen Smartcard an einen fremden Rechner relayed werden.
Ich denke den Vortrag sollte sich jeder Nutzer eines neuen Personalausweises anhören.
Fazit:
- Authentisierung mit nPA sicherer
- Zugriff auf ein physisches Objekt notwendig
- Starke Kryptographie
- Signatur mit nPA sicherer
- Kommunikation zum Ausweis ist verschlüsselt
- Attraktives Angriffsziel
- eSign und eID auf derselben Chipkarte
- höherer Schaden bei Mißbrauch
Wichtigste Empfehlung: Vermeidung des Basislesers und öffentlicher Terminals, nur Nutzung von Standardleser und Komfortleser aus vertrauenswürdiger Quelle.
Offen bleiben die rechtlichen Implikationen. Ist die Nutzung der eID bereits ein rechtssicherer Identitätsnachweis der anstelle einer digitalen Signatur genutzt werden kann? Wenn ein Händler die eID ausliest, muß dann der Eigentümer des Ausweises den Mißbrauch nachweisen weil die eID gleiche Rechtswirksamkeit wie die digitale Signatur erhält? Die Betreiber von Online-Shops fordern das bereits.
Meine persönliche Meinung ist ja, in den nächsten 3-5 Jahren kristallisiert sich heraus, was da passiert und bis dahin werde ich mit meinem noch länger gültigen alten Ausweis einfach die Füße still halten. Einen neuen Ausweis kann ich ja immer noch beantragen wenn es Sinn für mich macht
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So, van Hauser (Marc Heuse) kenne ich von seinem letzten IPv6-Vortrag und die Entwicklung bei THC beobachte ich auch kontinuierlich. Insofern werde ich da vermutlich erst zur Hälfte reinzoomen und solange was über den neuen Personalausweis anhören.
Der Vortrag wiederholt die alten Angriffe von 2005 und bringt dann ein paar neue Sachen, mit denen man sich z.B. alle Windows 2008/7/Vista-Rechner lahmlegen lassen, die IPv6 aktiviert haben. Sehr schön ist die Übersicht der Möglichkeiten, IPv6-Netze doch irgendwie zu scannen und die Analyse seiner Scan-Ergebnisse. Die meisten Angriffe z.B. gegen die Autoconfiguration oder Multicast setzen jedoch schonmal Zugang zum lokalen Netzwerk voraus.
Das neueste Tool läßt sich von Marcs Firma herunterladen: http://www.mh-sec.de/downloads/thc-ipv6-1.4.tar.gz Und es soll im Januar 2011 ein paar neue Webseiten geben: http://www.ipv6security.info und http://www.ipv6hacking.info.
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Ok, iButtons waren mir jetzt neu. Beim ersten Lesen des Fahrplans hab ich ja gedacht, das ist wieder mal irgendwas wo jemand mit dem iPhone rumspielt. Also eher langweilig. Statt dessen war das hier ein extrem cooler Vortrag. Christian hat gezeigt, wie man iButtons, also in ein rundes Metallgehäuse zusammen mit einer Batterie eingelegte Chips angreifen kann.
Das erste Hindernis bei einem Angriff ist, an den Chip im Gehäuse ranzukommen. Wenn man das Gehäuse einfach öffnet geht die Stromversorgung des SRAMs verloren und die Daten sind weg. Aber man kann das Gehäuse mit etwas Aufwand und feinmechanischen Kenntnissen auffräsen und mit einem gekühlten Chip (der bei Stromverlust die Daten noch ca. 0,5 Sekunden erhält) die Stromversorgung wieder herstellen. Der ausgebaute Chip wird dann an eine von ihnen entwickelte Hardware angeschlossen, die gezielt bestimmte Fault-Angriffe ausführt und so auf den Schlüssel kommt:

Die angewandten Tricks sind schon vom allerfeinsten. Ich habe am Anfang leider nur mit einem halben Ohr hingehört aber den Vortrag höre ich mir garantiert nochmal an. Da stecken soviele Ideen und Verknüpfungen drin, das ist extrem genial gelöst. Ganz ehrlich, das dürfte der beste Hacking-Vortrag des ganzen CCC werden
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Passend zum vorherigen Vortrag über Feature-Phones geht es direkt mit etwas mehr Smartphone-Inhalt von Ilja van Sprundel weiter. Ilja erklärt erstmal detailliert das SMS-PDU Format. Auch hier will ich nicht drauf eingehen sondern auf den Vortragsstream verweisen, wenn das jemand im Detail wissen will. Danach folgen weitere Formate wie MMS, WAP, etc.:

Ansonsten bringt der Vortrag wenig wirklich neue Erkenntnisse. Ja, der iPhone-Browser ist ein Alptraum, was Funktionen und Möglichkeiten angeht, weil die kaum alle sicher zu bekommen sind. Ja, Office Formate und PDF sind ein zweiter Alptraum. Das kennt man ja schon vom Blackberry. Der damalige Vortrag von FX (Call to arms, some provided) hatte im Gegensatz zu Iljas Vortrag wenigstens noch ein paar konkrete Angriffspunkte enthalten.
Schade, die bisherigen Vorträge von Ilja fand ich etwas informativer und spannender.
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Collin Mulliner und Nico Golde arbeiten im T-Labs der TU-Berlin und berichten über die Sicherheitsprobleme von Feature-Phones (das sind halb-intelligente Telefone, etwas weniger intelligent als Smartphones) mit SMS. Nur 16% aller Telefone sind Smartphones aber praktisch alle Mobiltelefone sind heute Feature-Phones die SMS unterstützen. Diese Telefone gibt es mit praktischen allen Verträgen umsonst weil sie günstig sind und sie sind auch im Rest der Welt weit verbreitet. Es gibt Standardsoftware für diese Telefone und ein gefundener Fehler funktioniert auf sehr vielen Geräten. Die meistverbreiteten Hersteller sind Nokia, Samsung, SonyEricsson, LH, Motorola und Micromax (in Indien). Die Telefone wurden gebraucht auf eBay organisiert und hatten oft noch vertrauliche Daten im Speicher.
SMS kann unzählige Funktionen wie FlashSMS, VCard, MMS, Multipart-SMS, …. viele dieser Funktionen sind kaum gebräuchlich und der unterstützende Programmcode kann deshalb leicht bisher unentdeckte Fehler enthalten. Ein Fehler in einem einfachen Feature-Phone mit nur einem Prozessor erlaubt die Kontrolle über das Telefon und SMS ist ein echter Remote-Bug, einfach eine SMS wegschicken und fertig.
Das Problem bei der Analyse ist allerdings, es gibt keinen Debugger, es gibt kein öffentliches SDK, JTAG (Reverse Engineering) ist nicht lustig bei 10+ verschiedenen Telefonen, man muß echt Arbeit investieren. Die Lösung für die TU war deshalb, ein eigenes privates GSM-Netz aufzubauen. Das hat den Vorteil, dass SMS umsonst sind und kein Netzbetreiber Zugriff auf die SMS mit 0-Day-Exploits bekommt. In diesem eigenen GSM-Netz hat man außerdem komplette Kontrolle über alle Geräte und Logfiles. Zum Glück gibt es mit OpenBSC, OpenBTS, nanoBTS (3500,- Euro Basisstation) und OsmocomBB OpenSource-Software für den Betrieb von GSM-Equipment.
Das SMS-PDU-Format ist erstaunlich komplex. Auf die Details möchte ich hier nicht eingehen. Dafür gibt es diesen Screenshot aus dem Vortrag:

Beispielsweise sind folgende Geräte betroffen:

Oder:

Fazit: gegen alle Telefone waren Denial-of-Service Angriffe mit relativ einfachen SMS möglich. Von Reboot des Geräts über Abschalten bis zum kompletten Freeze ist alles dabei. Weil einige Telefone bereits Crashen bevor der Empfang der SMS dem Netz gegenüber bestätigt wird, kann über wiederholte Auslieferungsversuche ein Telefon dauerhaft aus dem Netz gehalten werden. Über die konkreten Auswirkungen eines verbreiteten DoS-Angriffs auf Mobiltelefone muß noch diskutiert werden. Möglicherweise kann man Netzbetreiber oder Hersteller erpressen.
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4. April 2010
Menschen tun Dinge die sie eigentlich nicht tun würden, z.B. Preisgabe von Informationen. Oder ein Blog schreiben. Stimmt. Ich frage mich gerade, wer mich da hinsocialengineert hat. Egal. Die bösen Griechen haben das schon bei den Trojanern erfolgreich angewandt und später wieder bei der Währungsunion (Euro!). Das moderne Social Engineering geht auf Kevin Mitnick zurück, der es in dieser Disziplin zur Meisterschaft gebracht hat.
Ich schreibe jetzt nur mal die Stichwörter aus dem Vortrag auf.
Algorithmen / Vorgehensweise
1. Zielortung
- Welche Information soll gewonnen werden?
- Wer hat diese Information oder wer kann sie besorgen?
- Wie erreicht man den Informationsträger?
2. Kommunikationskanäle
- E-Mail (Spam), Internet, IM, Social Network
- Fax, Post, Telefon (old school)
- von Angesicht zu Angesicht (face to face)
3. Wichtigstes Hilfsmittel
- Vertrauen
- Erwecken
- Abschätzen
- Reaktion auf kritische/persönliche Fragen auswerten
4. Informationsacquise
- Informationen um den Zielinformationsträger
- Webseite, Internet, Zeitung, Werbung, …
- Anruf (unter einem Vorwand)
- vor Ort … oder in der Bar
5. Pretexting
- Pretext = Vorwand/Scheingrund
- Wie Schauspieler in eine Rolle schlüpfen
- Mehr als Lüge
- Sollte gut vorbereitet werden
- Plausibilität
- Authentizität
- Üben/durchspielen
- Mögliche Reaktionen und Gegenreaktionen überlegen
- Hilfsmittel möglich
- Zettel bei Telefonaten vorbereiten
- Aufnahmen zur Analyse
- Inkrementell anwenden
- mit neuer Story
- an anderer Stelle
- Bis Zielinformation erreicht
Große Unternehmen lassen sich leichter angreifen als kleine, weil es einfach mehr Stellen gibt, von denen jeweils Teilinformationen gewonnen werden können.
6. Authentizität
- Referenzen
- Wissen sieht aus wie Authentizität
- Jargon/Sprache adaptieren
- Accessories
- z.B. Visitenkarten, Prospekte, Rechnungen
- Erscheinungsbild, Arbeitskleidung, Uniform
- Klischees erfüllen
7. Elicitation
- Elicit = entlocken, ablisten
- Lernen, Gespräche zu steuern
- Offene vs. geschlossene Fragen
- Neutrale vs. leitende Fragen
- Fragen mit Annahme
- Gesprächstechnik Spiegel
8. Vorteile ausnutzen
- Menschen sind
- gierig
- zutraulich/leichtgläubbig
- faul
- in Hierarchien organisiert
- fast immer in Social Networks
- hilfsbereit und hilfebedürftig
- Menschen machen unter zeitlichem Druck leichter Fehler
- Sympathie bringt Vertrauen
- Lächeln, Augenkontakt
- Lob/Wichtigkeit aussprechen bringt Sympathie
- Ähnlichkeit
- Das Gegenüber ist meistens Nicht-Nerd
- Keine Ahnung von und kein Vertrauen in Technik
- Nicht so paranoid
- Auswirkungen auf das andere Geschlecht
9. Reverse Social Engineering
- Das Opfer kommt auf den SE zurück
- erst Hilfemöglichkeit anbieten
- dann etwas kaputt machen
- dann warten, bis die Hilfe in Anspruch genommen wird
10. Hausbesuch
- Der Bote, Installateur, … kommt
- Selbsteinladung unter Vorwand
- Tail Gating (einfach mitgehen) in großen, von Firmen geteilten Komplexen
- Wenn man im Gebäude ist:
- Lockpicking
- Hardwarekeylogger
- Shoulder Surfing
- Medien klauen
- Kamera, Funkmikro
11. Spuren Verwischen
- VoIP-Rufnummern verwenden
- Caller-ID faken
- Informationen gezielt verwenden
Gegenmaßnahmen
- Klassifizierung welche Informationen sind kritisch
- Policy für den Umgang mit allen Informationen
- Verantwortliche Person für Informationsaustausch bestimmen
- Daten vermeiden
- Know your Enemy
- Alle Personen mit einbeziehen
- Know your Friends
- Rückfragen bei authentifizierten Personen
- Authentifikationsmethoden einführen
- Inverse Social Engineering
- Angreifen des Social Engineer
Link: http://www.social-engineer.org/
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Social Engineering
Microchips können entweder über Kontakte oder über Funk (RFID) mit Strom versorgt werden, prinzipiell ist das für das Reverse Engineering jedoch egal. RFID-Chips sind meist einfacher, weil sie auf wenig Stromverbrauch optimiert sind. Interessant ist das Reverse Engineering beispielsweise um sogenannte Fuses (Schalter) umlegen zu können, mit denen Speicherbereiche Read-Only abgesichert sind. En weiterer Anwendungsbereich ist das Abhören interner Busse und schließlich das Reverse Engineering proprierärer Kryptoalgorithmen. Unter anderem war Starbug am Dekodieren von Mifare Classic (Crypto1), Legic Prime und DECT (DSC) beteiligt. Interessant ist das Verfahren auch bei Hardware Security Modulen (z.B. in Geldautomaten im Einsatz).
Vorgehensweise in Kurzfassung:
- Extrahieren des Chips aus dem Kartenkörper -> Azeton (löst das Polycarbonat)
- Entkapseln des Chips aus Epoxidharz -> Rauchende Salpetersäure (Vorsicht!)
- Alternativ kann Kolophonium verwendet werden, das beschädigt jedoch den Chip
Schichtweises Abtragen des Chips:
- Ätzen mit Flußsäure (für Transistorlayer)
- Plasmaätzen, Focused Ion Beam (FIB) (geringe Abtragsrate)
- Polieren (manuell, automatisch)
Ein Problem beim Polieren ist eine Verkippung des Chips, wenn man Ebenen also schief abschleift. Man kann den Chip jedoch auch eingießen (benötigt sehr plane Oberfläche).
Die meisten Chips haben mehrere Ebenen, z.B. der Mifare Classic eine Cover Layer (zum Schutz des Chips), dann drei Interconnection Layer (die Verdrahtung) und dann kommt die Logic Layer und die Transistor Layer. Anhand der Transistoren und der Verbindungen in der Logic Layer lassen sich die Funktionen des Chips erkennen. Auf Siliconzoo.org findet man Beispiele dieser Bilder. Die Bilder selbst lassen sich für ältere Chips noch mit guten optischen Mikroskopen erstellen. Bei aktuellen Chips ist die Strukturbreite so gering (kleiner 150 nm), daß man entweder ein Rasterelektronenmikroskop oder einen Focused Ion Beam zur Aufnahme.
Also für meinen Hausgebrauch ist das alles eher nichts. Aber schon cool.
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Schloßöffnung ohne Lockpicking
Als erstes stellt Ray die Impressionstechnik vor. Dabei wird ohne Vorlage ein Schlüsselrohling so gefeilt, daß sich damit am Ende ein Schloß öffnen läßt. Der Rohling wird dafür in das Schloß gesteckt und bewegt. Nicht passend sitzende Stifte hinterlassen Markierungen. An diesen Stellen feilt man vorsichtig nach. Benötigt werden ein passender Rohling mit dem richtigen Profil, ein Griff zum Halten des Rohlings, eine Feile, eine Lupe mit Lampe (Leuchtlupe) und ggf. eine Schieblehre. Für die Impressionstechnik ist ein Messingrohling ideal, inzwischen gibt es auch kommerzielle Impressionsgriffe. Für die Feile wird ein spezieller Schliff (”Schweizer Schliff #4″), der beim Schleifen eine feine rauhe Oberfläche erzeugt, die vom Stift im Schloß poliert wird. Der Weltrekord liegt heute bei 1,5 Minuten. Ein Handbuch ist Online.
Das Master Lock Speed Dial wird durch Bewegung (hoch/runter/links/rechts) geöffnet. Im Prinzip sind unendlich lange Codesequenzen möglich, das Schloß kennt jedoch nur 7501 (5*5*5*15*4) Zustände (12 Bit Entropie). Die längste eindeutige, nicht kürzbare Sequenz besteht aus 11 Bewegungen. Zur Öffnungstechnik wurde per Software die Hashfunktion der Mechanik revertiert und ein Verfahren entwickelt mit dem man einzelne Räder im Schloß durch geeignete Kombinationen weiterdrehen kann. Ein Artikel von mh ist online, ebenfalls die Analyse (PDF).
Einige Hotelsafes (die kleinen grauen Teile mit einer Batterie und Tastenfeld) lassen sich durch Draufschlagen öffnen. Der Stift wird durch eine (schwache) Feder gehalten und durch einen Elektromagneten weggezogen. Weil nur wenig Strom den Stift bewegen muß, kann man durch Schlagen oder Schütteln den Stift ebenfalls bewegen.
Echte Tresorschlösser sind dagegen sehr komplex, da es sehr viele Kombinationen gibt und man längst nicht mehr nach Gehör gehen kann. Man kann jedoch versuchen, die Kontaktpunkte zu fühlen an denen der Hebel einrastet. Das Standardwerk dazu ist von Matt Blaze (PDF). Dazu gibt es bei Matt auch einen Blogeintrag.
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Lockpicking
Das dn42 ist ein privates, auf OpenVPN basierendes Netz, das dynamisches Routing mittels BGP implementiert und weitere Dienste wie DNS, etc. zur Verfügung stellt. Aktuell besteht dn42 aus etwa 86 IPv4 Netze, 49 IPv6 Netze und 32 namentlich bekannte Teilnehmer.
Verwendete Hardware: Cisco, Juniper, Force10, Brocade
Verwendete Software: Quagga, OpenBGPd, Xorp, Bird
Peering: u.a. zu Freifunk und ChaosVPN
Geplant: Whois-Server, mehr IPv6, Anbindung von Hackerspaces
Kontakt: über das dn42-Wiki
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