11. März 2010

Sind Handy-Botnetze die neue Mode?

Kategorie: Internet, Hacking — Christian @ 18:52

Das ist fast schon so krass wie die Blackberry-Geschichte in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Forscher von TippingPoint haben eine scheinbar nützliche Anwendung mit dem Namen “WeatherFist” auf einem Portal zum Download und zur Installation auf Mobiltelefonen angeboten. Innerhalb von wenigen Stunden haben über 700 User die Anwendung runtergeladen und installiert. Innerhalb einiger Tage waren es bereits 8000 infizierte Telefone. Neben der harmlosen Wetteranzeige hat die Anwendung nur den Standort des Telefons gemeldet, genauso einfach hätte man jedoch auch echten Schaden anrichten können. Erstaunlich, daß es bisher nicht mehr Schadanwendungen für Mobiltelefone gibt. Oder hat die nur noch niemand entdeckt?

Das Problem ist … was will man dagegen tun? Nur Anwendungen aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen? Aus dem iTunes Store für das iPfusch, aus dem Google Store für das Android und aus dem Ovi Store für Nokia? Und was, wenn es das benötigte da nicht gibt? Beispielsweise war Putty für das TouchUI eine der ersten Anwendungen die es auf mein neues Telefon geschafft haben. Inzwischen laufen da mehrere Tools, die nicht aus dem Ovi Store sind.

Das Problem wird sein, daß Virenscanner keine echte Chance haben, solche Anwendungen zu finden. Ja, es gibt für mein Mobiltelefon beispielsweise einen Schadcode-Scanner von Trend Micro und einen weiteren von F-Secure. Der von F-Secure ist sogar vorinstalliert. Ich wette, das hätte TippingPoint-Trojaner auch nicht erkannt. Dafür kostet der Adobe Reader 10,- Euro. Das ruft doch nur so nach infizierten Raubkopien. Und mit etwas Geschick kann man einen Trojaner immer so programmieren, daß der Virenscanner ihn nicht findet.

Lösungen? Tja, eine echte habe ich nicht. Nur signierte Anwendungen zuzulassen ist jedenfalls keine. Dann bekommt man ein Lock-in-Gerät wie mit dem iPfusch von Apple. Was ich mir für mein Telefon wünschen würde, wäre beispielsweise eine einfache Übersichtsseite, welche Anwendung auf welche Funktionen(GPS, Datenübertragung eingehend/ausgehend, welche IP-Adressen/Server, etc.) zugreift und eine Möglichkeit das (a) zu Beschränken und (b) zu Widerrufen. Das AccuWeather auf meinem Mobiltelefon fragt mich bei jedem Aufruf ob ich eine Netzverbindung erlauben will. Das ist zwar nett aber nervig. Ich würde das dieser Anwendung beispielsweise pauschal erlauben. Google Maps fragt mich nicht sondern greift einfach auf GPS und Datenverbindung zu. Ich wüsste nicht wie ich das verbieten kann. Andere Anwendungen haben mich bei der Installation einmal gefragt und fertig. Widerrufen ist nicht vorgesehen nur Deinstallation. Ich denke, da müssen die Mobiltelefonhersteller noch von den Desktopfirewallherstellern lernen.

Ach ja, weiß jemand zufällig ob es Truecrypt für das N97 mini gibt?

(Danke Sören)


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10. März 2010

Der Adobe Reader ist die gefährdetste Anwendung

Kategorie: Hacking, Work — Christian @ 13:05

F-Secure hat festgestellt, daß der Adobe Reader die gefährdetste Anwendung ist. Fast 49 Prozent aller Client-Side Angriffe richten sich gegen den Reader oder das Reader-Plugin im Browser. Auf Platz zwei mit rund 39 Prozent folgt Microsoft Word. Es wird also Zeit, über Alternativen nachzudenken. Mehr bei F-Secure.

(via The Register)


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2. November 2007

JavaScript - die Seuche Version 4

Kategorie: Internet, Produkte — Christian @ 23:37

Also man kann ja von JavaScript denken was man will, man kommt kaum noch drum herum. Wie viele Sprachen entwickelt sich folglich auch JavaScript weiter, als nächstes folgt die Version 4, aktuell als “ECMAScript 4th Edition” in der Standardisierung.

Und jetzt wird es mal wieder lustig.

Die Spezialisten von “Embrace and Extend“, von proprietären Erweiterungen die nur einem Hersteller nutzen und allen Kunden schaden, genau dieser Hersteller jammert jetzt rum, daß ECMAScript 4 zu viele Erweiterungen enthalte. Die Taktik ist natürlich klar. Wenn ECMAScript 4 eine vollwertige Programmiersprache wird dann braucht es weniger proprietäre Ansätze wie C# etc., d.h. ein einzelner Hersteller kann nur verlieren während alle anderen gewinnen. Irgendwie erinnert mich das an OOXML

Unabhängig davon … JavaScript ist echt eine Seuche. Inzwischen taucht der Dreck sogar schon in PDF auf und ich muß meinem Acrobat Reader mühsam beibringen, daß er kein JavaScript ausführen darf (und der verdammte Reader warnt bei jedem File mit einem verdammten Popup, weil JavaScript deaktiviert ist). Ich frag mich ja, wo noch so JavaScript drin ist wo eigentlich nix drin sein sollte.

  • PDF (Acrobat Reader)

Was noch?


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