24. März 2008

Software Updates richtig (MS) und falsch (Apple)

Kategorie: Produkte — Christian @ 13:46

Heute auf der Seite der Good Guys: Microsoft und Mozilla, auf der Seite der Bad Guys: Apple.

Oder anders ausgedrückt, Apple zwingt Windows-Usern per automatischem iTunes Software-Update den Safari-Webbrowser auf den Windows-Rechner. Das ist böse und ZDNet erklärt, warum:

  • Opt-in is the only way. The update process should be completely opt-in. The option to deliver software should never be preselected for the user.
  • Offer full disclosure. The software company has a responsibility to fully disclose what its software does, and the customer should make the opt-in decision only after being given complete details about how the update process works.
  • Offer updates only. Updates should be just that. They should apply only to software that the customer has already chosen to install.
  • Don’t mix updates. Updates that are not critical should be delivered through a separate mechanism.

Es fasziniert mich immer wieder, daß Apple inzwischen eine richtig böse Firma geworden ist, mit Software-Lockin, DRM-Lockin und vielen anderen Schweinereien die zwar dem Profit nutzen aber dem User schaden. Ich kann echt nicht mehr verstehen, wie man so begeistert von Apple sein kann. Zugegeben, die Bedienbarkeit ist einzigartig aber das macht den sonstigen Nachteil für mich nicht wieder wett.

Microsoft hat zwar auch nur nach teuren verlorenen Prozessen vor allem gegen die EU Vernunft angenommen, das aber wird langsam. Hauptsächlich das Bundle vieler einzelner Bugfixes in einen Patch der dann nicht richtig getestet wird, ist hier noch ein Kritikpunkt. Jetzt müssen dann noch die Windows Bugs raus und die Preise etwas runter.


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29. Februar 2008

DRM strikes back

Kategorie: Internet, Produkte — Christian @ 14:59

Digitales Restriktionsmanagement, d.h. die Software die gerne mal zur Gängelung der Kunden eingesetzt wird schlägt mal wieder zu. Die Bösen sind Apple und Adobe.

Mit dem Update auf QuickTime 7.4 hat Apple eine neue DRM-Version eingeführt, die an Quicktime-Filme etwas andere Anforderungen stellt. Videos, die mit Adobes Premier und After Effects erstellt wurden, können plötzlich nicht mehr geöffnet werden. Sogar die eigenen Filme nicht mehr:

    “After Effects error: opening movie - you do not have permission to open this file (-54).”

Und Apple Quicktime erlaubt es leider nicht, auf eine ältere Version zurückzugehen. Ohne Time Machine hat man plötzlich ganz schlechte Karten. Am besten packt man einfach kein Quicktime auf den Rechner. VLC tut es für mich auch.

Bei den eigenen zahlenden Kunden ist Apple aber auch nicht zimperlich. Wer dumm genug war, sich in den letzten Jahren mittels iTunes eine nette Sammlung DRM-geschützter Lieder zu kaufen kuckt heute verdientermaßen blöd aus der Wäsche. Inzwischen bieten nämlich fast alle Musicshops im Internet auch ungeschützte MP3s an. Nur leider läßt Apple die Kunden die bereits gekaufte Musik nicht einfach als MP3 herunterladen. Die Konvertierung eines Liedes vom DRM-verseuchten AAC-Format in MP3 kostet pro Lied extra. Und … man kann nur alle Lieder zusammen konvertieren, bei ein paar hundert Liedern im iTunes Store ein richtig teurer Spaß. Mit Tools aus dem Internet kann der Kopierschutz natürlich entfernt werden aber legal ist das nicht. Man kann nur hoffen, daß jetzt auch der dümmste kapiert, daß er mit DRM nur beschissen wird.

Adobe profitiert gerade davon, daß YouTube und Co. ihre Filme per FlashMovie vertauschen und Flash plötzlich das dominierende Format im Internet ist. Allerdings kann man die ganzen FlashMovies auch runterladen, lokal anschauen, Ausschnitte bearbeiten, kurz das ganze “rip, mix and burn” Programm. Und was tut Adobe folglich? DRM in Flash integrieren. Jetzt ist das Format weit genug verbreitet, jetzt kann man die Schrauben anziehen. Demnächst wird man Flash-Filme nicht mehr herunterladen oder nur noch einmal oder zweimal anschauen können. Oder gleich zahlen müssen. Was Adobe meiner Ansicht nach vergißt ist, daß es genug Alternativen gibt. Man kann nur hoffen, daß die Nutzer klug genug sind, ein DRM-verseuchtes Flash schnell fallen zu lassen.

Ansonsten ist leider weiterhin der Ehrliche auch der Dumme.


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15. Dezember 2007

Security by Insecurity

Kategorie: Produkte, Allgemein — Christian @ 21:00

Das F-Secure Forum gestern wurde ja hauptsächlich deshalb kompromittiert, weil der Administrator übersehen hat, daß ein sicherheitsrelevantes Update vorhanden war. Das kommt öfter vor, besonders wenn der Hersteller der Software versucht, seine Fehler möglichst zu vertuschen. Normalerweise sind wir das ja z.B. von Microsoft gewohnt.

Seit Apple den Bereich des Nischenherstellers verlassen und ebenfalls in den Massenmarkt eingestiegen ist, sieht es bei Apple leider nicht besser aus.

Ich frage mich ja, was hoffen die Hersteller dadurch zu gewinnen? Schlechte Presse vermeiden? Die ist ihnen eher sicher, wenn sie Lücken verstecken wollen. Siehe Firefox und Internet Explorer. Schlechte Blogeinträge von diesem Komiker Jeff Jones vermeiden? Dem ist es doch egal, was der Wahrheit entspricht und wie ein Hersteller mit Sicherheitslücken umgeht, der ist vollständig merkbefreit.

Wie man proaktiv mit Lücken umgehen kann machen uns Hersteller wie F-Secure vor.


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19. November 2007

Privatsphäre

Kategorie: Politik, Datenschutz — Christian @ 23:04

Privacy ist ja sowas von old school, wen interessiert denn das noch? Ein paar Beispiele:

  • Apple fällt gerne mal unangenehm auf, wenn es um das iPhone geht. Bei einige Anwendungen wie beispielsweise der Abfrage der Börsenkurse oder des Wetters wird eine IMEI-Nummer an Apple übertragen. Das scheint zwar nicht die IMEI des Telefons zu sein, notwendig ist die Übertragung aber trotzdem nicht und sollte daher mit Blick auf die im Bundesdatenschutz geforderte Datenvermeidung unterbleiben.
  • Facebook wiederum observiert gerne mal, wo die User so im Web surfen. Von dritten Plattformen wird das Surfverhalten automatisch an Facebook gemeldet. Die Meldung erfolgt sogar, wenn der Facebook-Nutzer die Ausgabe dieser Daten in seinen Optionen abgeschaltet hat.
  • World of Warcraft wiederum kommt mit einer Software (”Warden”) zum Schutz der Spielintegrität, die verschlüsselt und für jeden Anwender unterschiedlich ist (und regelmäßig verändert wird), so daß kein Nutzer mehr sicher sein kann, was Warden tatsächlich macht. Vermutlich werden keine Daten ausspioniert aber leider kann das auch niemand verifizieren um sicher zu gehen.

Ich versuche ja konsequent (auch wenn das nicht immer geht) solche Produkte zu meiden. Insofern kein Apple iPhone kaufen (ist eh nur Hype), nicht World of Warcraft spielen (interessiert mich nicht) und von Facebook, StudiVZ und Co. lasse ich weitgehend die Finger weg (ausgenommen Xing, aber ich paß auf was da steht).

Andererseits frage ich mich (z.B. auch bei HD-DVD und Blu-ray) langsam schon, ob die großen Konzerne den Bürger nur noch für Cashvieh halten und sich nicht mehr um grundlegende Rechte scheren müssen? Aber naja, der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat ja auch (unter Verkennung bzw. großzügigen ignorierens der Rechtslage) den Providern erlaubt, Verbindungsdaten zu speichern selbst wenn sie nicht zu Abrechnungszwecken benötigt werden. Was will man da noch erwarten.


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15. November 2007

Asus EEE mit MacOS X

Kategorie: Offtopic — Christian @ 23:42

Will ich haben. Hier steht, wie es geht:

Load OSX 10.5 Leopard on the ASUS EEE PC

“The only problem is that the eeePC only supports SSE2 instead of the SSE3 that Leopard is coded for. Kinda a bummer, and will require some extra tinkering to coax the OS on the eeePC. Thankfully Adam’s awesome tutorial over at Lifehacker provided an excellent foundation on how to do these hacks.

First, download the Brazil Mac Hack from OSX86 Scene. This patch helps you create a X86 version of Leopard you can install on generic PC’s.

[…] Or you can skip all the steps below and download Mac OS X 10.5 Leopard [ToH]-RC2 SSE3/SSE2 Intel Only from your favorite BitTorent site - scroll down to the point where you see Leopard is now installed.

[…] You will also need to download a patched SSE2 kernel from here. When thats downloaded, unzip it on your desktop.

[…] I’ve noticed that Leopard is a bit pokey on the eeePC because of its slow processor and 512MB of RAM. I ultimately opted for a file called Mac OS X 10.4.8 [JaS AMD-Intel-SSE2-SSE3 with PPF1 & PPF2].iso that I found on a popular BitTorrent site that seems rock solid on my eeePC.”

Nur leider nicht so ganz legal.


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20. Oktober 2007

Apple Werbung und Vista Security

Kategorie: Produkte, Offtopic — Christian @ 23:35

Hihi, der folgende Apple Werbespot bringt die Probleme mit Microsoft Vista User Account Control (UAC) schön auf den Punkt:


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15. Juli 2007

Der Computervirus wird 25

Kategorie: Internet, Hacking — Christian @ 19:38

Der erste echte Virus außerhalb eines Testlabs, Elk Cloner, wurde im Juli 1982 veröffentlicht. Ironischerweise nicht für ein Microsoft-Betriebssystem, die spielten damals noch keine Rolle sondern für den Apple II. Für die Historiker deshalb hier ein kurzer Abriß der Geschichte:

1980: Jürgen Kraus verfasst an der Universität Dortmund eine Diplomarbeit mit dem Titel “Selbstreproduktion bei Programmen”
1981: „Computervirus“ taucht zum ersten Mal im Gespräch zwischen Prof. Adlemann und Doktorand Fred Cohen
1984: Fred Cohen veröffentlicht seine Dissertation über Computerviren: “Computer Viruses - Theory and Experiments”
1985: Zeitschrift „Apples“ veröffentlicht einen Virus für Apple II
1986: Erster Virus für MS-DOS: „Brain“ wird von zwei Software-Händlern in Pakistan programmiert um gegen Raubkopien ihrer Software zu protestieren.
1987: Leigh-Virus; Cascade-Virus (speicherresident!), Jerusalem-Virus
1989: erste polymoprhe Viren: Washburn-Virus
1990: Whale-Virus (Tarnkappen-Eigenschaften!), Virus Construction Set für MS-DOS wird verbreitet
1992: Michelangelo-Hysterie, Dark Avenger Mutation Engine veröffentlicht
1994: One_Half-Virus (Multipart, variable Entschlüsselungs-Engine)
1995: Win95.Boza - erste Virus für Win95, erste Makro-Viren (Concept, DMV)
1997: Stoag - der erste Linux-Virus; auf CeBIT wird Wazzu.C Makro-Virus verteilt
1998 Trojanische Pferde NetBus und BackOrifice
1999: Melissa-Wurm, Happy 99 (Wurm für Windows 95/98)
1999: Excel ODBC-Wurm
2000: I Love You Wurm (Basic-Programm)
2001: Wurm Anna Kournikova (*.vbs.jpg)
2001: Linux-Wurm Lion
2001: Linux/Windows-Virus W32.Winux
2003/2004: Netsky und andere Verbreiten sich mit bisher unbekannter Geschwindigkeit
2004: Source Code von vielen Würmern wird veröffentlicht, neue Virenwellen
2004: Erster Bluetooth Handy-Wurm „Cabir“

Man sieht, es kann nur noch schlimmer werden …


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4. Juli 2007

iPhone Links

Kategorie: Hacking, Produkte — Christian @ 15:37

kurz notiert:

iPhone Dev Wiki

Hackint0sh

kann man bestimmt mal brauchen … :-)


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dottie und alpine

Kategorie: Hacking, Produkte — Christian @ 03:02

Ich wollte ja nicht über das Apple iPhone schreiben, bevor nicht die ersten echten Exploits da sind. Jeder weiß inzwischen, das Teil ist “hot baby”, Apple hat zwischen 200.000 und 700.000 Geräte verkauft (je nachdem, wen man fragt) und außer The Register (die keines umsonst bekommen haben, schämt Euch bei Apple) sind eigentlich auch alle zufrieden.

Ach ja, die Exploits … die ersten Sachen sind schon aufgepoppt:

Der Safari-Browser im iPhone enthält (wenig überraschend) einen Buffer Overflow den Errata Security entdeckt hat

Außerdem scheint das iPhone Passwörter zu besitzen, mit denen ein Programm root-Zugriff bekommen kann. Dazu haben ein paar Hacker das File analysiert, das man mit iTunes runterladen kann, wenn man die Firmware komplett neu auf dem Telefon installieren möchte und die Hashes durch John the Ripper gejagt. Herausgekommen sind übrigens “dottie” (login: mobile) und “alpine” (login: root).

Wie man damit allerdings root-Rechte auf dem Telefon bekommt ist noch nicht bekannt.

Ich persönlich gebe dem Gerät maximal noch drei Wochen.


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23. Juni 2007

Google droht, GoogleMail zu schließen

Kategorie: Politik, Allgemein — Christian @ 22:11

Äh ja. Läuft eigentlich noch irgendwas normal zur Zeit?

Heise meldet, daß Google drohe seinen Maildienst in Deutschland zu schließen, sollte die Bundesregierung an ihrer Gesetzesinitiative zur Überwachung des Internetverkehrs festhalten. Diese Pläne seien ein “schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre”, kritisierte Peter Fleischer, weltweit zuständig für den Schutz der Google-Nutzerdaten, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche.

Das ist die gleiche Firma Google, die von Privacy International zur schlimmsten Datenkrake überhaupt gekührt wurde. Privacy International hat sechs Abstufungen aufgestellt und 23 sogenannte Web 2.0 Firmen (ich zähle die BBC und Wikipedia da jetzt mal großzügig dazu) auf ihre Sensibilität gegenüber privaten Daten untersucht. In der schlechtesten Kategorie (”Comprehensive consumer surveillance & entrenched hostility to privacy”) fand sich nur eine Firma wieder: Google. In der fünftschlechtesten Kategorie (”Substantial and comprehensive privacy threats”) fanden sich wenig überraschend die Firmen AOL, Apple, Facebook, Hi5, Reunion.com, Yahoo! und Microsoft mit Windows Live Space wieder (die ich alle mal lieber nicht verlinke).

Ganz realistisch vermute ich ja, daß Google die meisten der geforderten Daten sowieso sammelt. Google hat sich wahrscheinlich ausgerechnet, was die zukünftig von Staats wegen geforderte zuverlässige Identifizierung der Nutzer kostet, was die folglich anzuschaffende Sina-Box zur Übermittlung der Daten kostet, was die Mitarbeiter kosten, die die Daten manuell an die Behörden übermitteln müssen, die mit der Sina-Box nicht zurechtkommen, … und irgendwann wird der Dienst für Google halt nicht mehr lukrativ.

Wenn ich mir die ganzen Pläne von Herrn Schäuble so ankucke frage ich mich ja manchmal: Wann greift eigentlich Artikel 20 (4) GG?

  1. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
  2. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
  3. Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
  4. Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Vielleicht nach der nächsten Wahl, wenn Schäuble wieder Innenminister wird?


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