15. Juli 2010
Die ersten großen Provider haben den Run auf handliche De-Mail-Adressen eröffnet. Wobei ich ehrlich gesagt glaube, dass es (außer für manche Firmen) primär eine gemütliche Volkswanderung einzelner unverzagter wird.
Und man sieht auch direkt wieder, warum das mit De-Mail so problematisch wird:
1. Kosten - Teil I
1&1 (GMX, Web.de) plant nach verschiedenen Quellen mit De-Mail Preisen von etwa 15 Cent pro verschickter E-Mail. Gegenüber normaler Post immerhin eine Ersparnis von ca. 40 Cent, wobei mir noch nicht klar ist ob die Sonderleistungen wie Zustellbestätigung extra kosten. Aber wann rechnet sich das? Wir verschicken im Jahr vielleicht ein paar Hundert Rechnungen im Unternehmen. Die Kostenersparnis ist da nicht so gigantisch. Ein vereinfachtes e-Rechnungsverfahren würde vielleicht helfen aber selbst dann stellt sich die Frage, ab wann sich das denn wirklich lohnt. Wir kommunizieren vielleicht 3-4 mal im Jahr mit Behörden. Da kann ich gerade noch ein paar Euro für das Porto aufbringen. Kurz für ein kleines Unternehmen ist da kein echter finanzieller Mehrwert. Für Privatpersonen sowieso nicht.
2. Kosten - Teil II
Die Deutsche Post plant sogar, für De-Mail die gleichen Preise anzusetzen wie für normale Post, nämlich fette 55 Cent. Und nach meinen Informationen sind da die Mehrwertleistungen noch gar nicht enthalten, eine Zustellbestätigung kostet also extra. Da kann ich genausogut bei der normalen Briefpost bleiben. Ich persönliche glaube ja, bei denen hackt es.
3. Rechtsfolgen
Die Rechtsfolgen sind mir noch nicht so ganz klar. Wie löse ich das denn, wenn ich drei Wochen im Urlaub bin? Kann ich da meine Nachbarn den De-Mail Briefkasten leeren lassen wie bei normaler Post auch? Das Reizzentrum hat in die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post bezüglich De-Mail reingeschaut und hanebüchene Forderungen entdeckt. Auch hier kann man nur empfehlen, die Finger von De-Mail wegzulassen. Ich geh doch auch nicht 8x am Tag an meinen Briefkasten.
Eigentlich kann man nur hoffen, das folgende Aussage: “Die Teilnahme an De-Mail ist freiwillig und kostenpflichtig. Bürger wie Behörden dürfen durch keine Verordnungen gezwungen werden, dem De-Mail-System beizutreten.” aus dem Referentenentwurf es später auch in das De-Mail-Gesetz schafft.
Nachtrag/Korrektur:
Wie Martin in den Kommentaren korrekterweise bemerkt hat: Ich habe im obigen Beitrag leider schlampig geschrieben und nicht zwischen dem De-Mail-Angebot von 1&1, der Dt. Telekom, etc. und dem e-Post-Angebot der Dt. Post unterschieden, das genaugenommen mit De-Mail (erstmal) überhaupt nichts zu tun hat. Ich gehe zwar davon aus, dass e-Post irgendwann die De-Mail-Anforderungen erfüllen wird, das ist heute jedoch nicht der Fall. Unabhängig davon sehe ich jedoch die oben beschriebenen Nachteile weiterhin sowohl für De-Mail als auch e-Post zutreffen, also unnötig hoher Preis für nicht benötigte Leistungen und einseitige Abwälzung möglicher nachteiliger Rechtsfolgen auf den Nutzer.
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1. Juli 2010
<Guyman> Alter, ich hab das System überwunden!
<Dudistisch> Wie?
<Guyman> Naja das Post-System! Wenn du ein Brief nicht ausreichen frankierst, kommt er ja zurück an den Absender.
<Dudistisch> Ja und weiter?
<Guyman> Na was ist wenn du Absender und Empfänger vertauschst. Also du deinen Namen als Empfänger angibst und den Namen von dem an den der Brief wirklich gehen soll als Absender? Und dann nicht ausreichen frankierst? Richtig! Dann bekommt der der den Brief wirklich kriegen soll gratis zugestellt mit der Begrüngung: Nicht ausreichend frankiert, und zurück gesendet an den Empfänger.
<Dudistisch> Alter, auf was für Ideen kommstn du?
<Guyman> Krass oder?
Quelle: iBash.de
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7. Februar 2010
Angeblich will die Post 20 Cent für jede innerhalb von DE-Mail zugestellte E-Mail.
Es gibt nur noch eine Möglichkeit, wie das kein Flop wird: wenn der Staat diese Form des Mailens verbindlich für Kontakte zum Finanzamt, Arbeitsamt etc. vorschreibt. Ansonsten ist das wie die ePost, die hat auch keine 5 Jahre überlebt.
(via Heise)
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30. Mai 2009
De-Mail, das “vertrauenswürdige E-Mail”-Projekt der Bundesregierung wird immer mehr zur Lachnummer. Nicht nur, daß die Akzeptanz beim Bürger fehlt und die technische Umsetzung idiotisch ist, jetzt wagt sich ein weiterer Luschenladen aus der Deckung: die Deutsche Post.
“Die Deutsche Post ist aus dem De-Mail-Konsortium mit der Telekom und United Internet ausgestiegen und will ein konkurrierendes System für die Behördenkommunikation an den Start bringen.” schreibt Golem
Das wird garantiert wieder eine typisch postalische Lachnummer. Wie die “lebenslange” E-Mail Adresse bei epost.de. Und der Empfehlung nach dem Tod von Epost auf Lycos umzusteigen. Oder das Projekt E-Mail-Ausdrucken für Politiker. Oder die Internetbriefmarke für Firefox bis max. Version 2.0.0.12.
Ich frage mich ja langsam wirklich, warum werden solche Projekte eigentlich regelmäßig von großen Unternehmen angegraben bei denen sowieso jedem klar ist, daß die das an die Wand fahren. Kann man nicht mal kleine innovative Unternehmen da ran lassen? Oder wollen die nicht, weil in die Presse kommen ja doch die marktschreierischen Konzerne die am meisten heiße Luft produzieren.
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15. Februar 2009
Zumindest laut Focus:
“Neben einer Briefzustellung in Standard- und Premiumqualität gebe es ein weiteres Projekt. Dabei würden Briefe von Unternehmen zunächst an die Post gemailt und dann per Papierausdruck an den Empfänger weitergeschickt.”
Das soll dann gegenüber dem normalen Porto ein Drittel weniger kosten. Komisch, das machen viele Leute die ich kenne mit den E-Mails. Ausdrucken und Abheften. Aber dafür braucht es bestimmt nicht die Deutsche Post.
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21. Dezember 2008
Die setzen schon auf neueste Technologie da, bei der Post:

Schön, daß Mozilla die Version 2.x bereits abgekündigt und den letzten Patch veröffentlicht hat. Schnarchnasen bei der Schneckenpost. Alle.
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13. April 2008
Das ist ja mal witzig. Eine Postkarte die auf beiden Seiten identisch aussieht und an unterschiedliche Empfänger adressiert ist. 
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