10. Juni 2010
Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich heute so schreiben will. Naja, dann halt irgendwas buntes durcheinander:
Apple macht sich weiter unbeliebt
Apple zensiert munter weiter im App-Store. Der Bewertungsmaßstab scheint der durchschnittlichte Hillbilly-Farmer im religiösen Mittleren Westen zu sein. Was der nicht gut findet, wird von Apple auch gesperrt. Inzwischen scheint sich sogar Fanboy und Springer-Chef Döpfner unsicher zu werden. Jedenfalls wird auf allen Kanälen um Hilfe gerufen. Apple schert das gar nicht, jetzt wird mittels iAd-Zensur gegen Google und Microsoft geschossen. Langsam hat man das gesamte IT-Lager (Adobe, Microsoft, Google, …) gegen sich. Und zu aller Freude verliert Partner AT&T auch noch jede Menge Daten.
Adobe macht sich weiter unbeliebt
Zumindest gibt es schon wieder einen Zero-Day Exploit für Flash. Ich verstehe ja manchmal Steve Jobs wenn er Flash nicht auf dem iPfusch haben will. Zusätzlich zu den Fantastilliarden (Enzyklopädie, my ass) an Safari-Lücken auch noch die Flash-Lücken auf seinen Geräten? Dabei gibt’s einen simplen Workaround. Einfach die ganze Adobe-Software deinstallieren. Schon ist Ruhe. Lustig ist nur, dass laut Advisory die Lücke gleichzeitig Flash, Reader und Acrobat betrifft. Da wird anscheinend heftig Code wiederverwendet.
Facebook macht sich weiter unbeliebt
Und zwar durch fleißig aus dem iPhone abgegriffenen Telefonkontaktdaten. Löschen der Daten ist nicht vorgesehen. Auskunft was mit den Daten passiert: keine. Auskunft, wie die Daten geschützt werden: keine. Reaktion vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar: keine (der wird sich notfalls einfach für “nicht zuständig” erklären). Da kann man nur hoffen, dass man keine “Freunde” hat, die gleichzeitig iPhone- und Facebookaccount-Besitzer sind.
Offtopic: Grätzel gewinnt Millenium-Preis (und macht sich nicht unbeliebt)
Da geht es um organische Solarzellen. Allerdings scheint die Versiegelung des Elektrolyt noch ein Problem zu sein (falls man Wikipedia trauen kann). Das Genie unserer Familie arbeitet in Dresden ebenfalls an organischen Solarzellen und kommentiert das mit: “Das Gute daran ist, dass der optische Anregungszustand durch das TiO2 schnell in Ladungen getrennt wird. Aber das Problem ist der Elektrolyt und das andere reine organische Solarzellen wie unsere und Polymer-basierte in der Effizienz aufholen und jetzt bei 8% sind (Anmerkung: Grätzel-Zellen sind bei 11%). Ich denke das sich unsere Technologie oder Polymersolarzellen durchsetzen werden.”
Nachtrag:
Fefe hat die wichtigsten aktuellen Lücken in Flash aufbereitet. Langsam machen CVE-Nummern für Adobe gar keinen Sinn mehr. Die brauchen eine eigene Datenbank nur für Adobe-Lücken.
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14. April 2010
Schöpfungshöhe und Pornos
Die Taiwanesen stehen auf japanische Pornos. Zumindest die dortige Behörde für geistiges Eigentum: “Die taiwanesische Behörde für geistiges Eigentum reagierte darauf mit dem Stellungnahme, wonach man die Frage, ob ein Porno als schöpferisches Werk gelte, nur von Fall zu Fall entscheiden könne.” Auf Deutsch: von Fall zu Fall wollen die alle Pornos erstmal ankucken. Mal kucken ob man sich da bewerben kann
VolksPad
St. Steve erlaubt nicht mehr beliebige Programme und Entwicklungswerkzeuge auf dem iPhone und iPad. Das ist inzwischen wohl allgemein bekannt. Ich verstehe auch nicht, welcher Depp denn überhaupt noch für das iPad entwickelt. Egal. Nach dem iPad, dem WePad, dem MyPad und dem MeTooPad gibt es demnächst bei Bild im Online-Shop: das VolksPad.
Noch ne App
Und weil wir gerade beim iPhone und Karikaturen sind: Das ist ne App.
89 Taxis
Warum 89 wird erst am Ende aufgelöst. Aber das Video bei Annalist zeigt sehr schön den Sicherheitsirrsinn, dem unsere Innenpolitikerknallköpfe verfallen sind. Erst sprengen, dann fragen.
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13. März 2010
Ich mag das iPhone ja auch nicht, aber das ist wirklich lächerlich.
“Zur selben Zeit beschränkte Microsoft seine Bestimmung für die Übernahme der Netzwerkbetreibergebühren für Mitarbeiterhandys ausdrücklich auf Endgeräte mit Windows Mobile beziehungsweise das Nachfolgerprodukt.”
Ich frage mich ob das nach deutschem Recht überhaupt zulässig ist …
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5. März 2010
Und was für das iPhone gilt, gilt auch für das iPad. Gleiches OS!
Soso, Apple hat die ganzen Wifi-Scanner aus dem iTunes Store verbannt. Weil die Scanner um auf Wireless LAN Signale z.B. von offenen Hotspots in der Nähe zugreifen zu können, ein paar private APIs benötigt haben, die Apple nicht für die gemeinen Plebs-Entwickler freigegeben hat. Für das iPhone ist mir das im Grunde ja egal, für ein iPad keinen Wifi-Scanner mehr zu haben ist … typisch Apple halt.
Wann gibt’s eigentlich endlich das HP Slate mit Windows 7 und Back Track Linux?
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29. Januar 2010
Aus Hackersicht sind die ganzen iPx von Apple alle zu nichts zu gebrauchen. Ok, man kann mit dem iPod Musik hören, mit dem iPhone telefonieren und mit dem iPad augenscheinlich eBooks lesen.
Aber was ist mit den wirklich relevanten Anwendungen? Wenn ich schon ein Gerät habe, das IP versteht, dann will ich da einen Portscanner drauf haben. Bevorzugt Nmap, notfalls auch was anderes. Wireshark könnte auch nützlich sein. Wenn das Gerät WLAN versteht, dann will ich da zumindest den Network Stumbler drauf haben. Kismet oder die komplette Aircrack Suite wäre natürlich besser. Einen einfachen Portscanner hatte ich vor 10 Jahren schon auf meinem HP iPaq mit Windows CE. Den Network Stumbler (MiniStumbler) gibt es auch für Windows CE. Technisch kann das also kein Problem sein.
Statt dessen haben wir hier es mit einer maximal verschlossenen Plattform zu tun. (Ok, es gibt Jailbreak aber will ich mir bei einem so teuren Teil das selbst antun und das Risiko einzugehen mit dem nächsten Release einen teuren Ziegelstein zuhause zu haben?) Damit wird das Gerät für mich genauso nützlich wie ein Nintendo DS. Man kann ein bissi damit rumspielen aber ernsthafte Anwendungen fallen mir praktisch schon nicht mehr ein. Erstaunlich eigentlich, welche Rückschritte die letzten 10 Jahre hier passiert sind.
Also liebe Apple-Nasen: Es freut mich, daß ihr so viele IQ90-Träger findet, die sich zwar über DRM bei Musik aufregen aber trotzdem vergnügt ihr DRM-verseuchtes iPhone durch die Gegend schleppen. Mich jedenfalls kriegt ihr für das iPod/iPhone/iPad erst als Kunde, wenn Nmap im AppStore auftaucht.
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12. September 2008
Lustiges aus der Forensik-Küche:
Das iPhone macht regelmäßig Screenshots vom Bildschirm, wenn der Anwender auf die Home-Taste drückt. Die Screenshots sind wohl technisch notwendig, um die Zoom-Out-Funktion zu realisieren bei der verkleinerte Bilder des aktuellen Screens berechnet werden müssen. Das Problem dabei: dieses schimmlige Smartphone hat wohl zu wenig RAM um das komplett im Memory zu berechnen und speichert daher den jeweils aktuellen Screenshot in einer temporären Datei im Flash. Alleine das Speichern in einer temporären Datei ist ja schon peinlich genug, darüberhinaus scheint es aber forensischen Experten gelungen zu sein, diese Screenshots in Kriminalfällen wieder herzustellen.
Tja, das iPhone ist eben immer für eine Überraschung gut.
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11. April 2008
Jonathan Zittrain, ein Oxford-Professor der anscheinend auch mal in die Zeitung kommen wollte, vertritt in der Computerwoche die These, daß iPhone, Xbox, Tivo und Co. das Internet kaputt machen würden. Das halte ich für Quatsch. Vielleicht machen diese spezialisierten Geräte den offenen PC kaputt, aber nicht das Internet.
Warum nicht? Vor ein vielen Jahren hat AOL bereits versucht, das Internet auf die eigenen Inhalte zu reduzieren. Wenn man sich bei AOL einwählte, war man erstmal nicht im Internet sondern im AOL-Netzwerk. Was ist passiert? Das Internet gibt es immer noch, AOL geht es schlecht. Vor einiger Zeit hat Vodafone das gleiche versucht. Wenn man sich bei Vodafone Live einwählte, war man an Vodafone Inhalte gebunden. Was ist passiert? Die Kunden haben sich massiv zu anderen Anbietern gewendet.
Der “Kunde” will das komplette Internet. Das heißt, alle im Internet verfügbaren Angebote auch nutzen. Dazu gehören nicht nur statische HTML-Seiten sondern auch Javascript, Flash, Java etc. Sobald genug Alternativen vorhanden sind, wird sich kein Nutzer mit einem “eingeschränkten” Internet mehr zufrieden geben.
Das Surfen auf der Xbox oder Playstation hat sich hauptsächlich deshalb gegen PCs nicht durchgesetzt, weil es mit Einschränkungen verbunden ist die es auf dem PC nicht gibt. Das Surfen auf Geräten wie dem iPhone hat sich bisher nur deshalb durchsetzen können, weil es keine passenden alternativen Geräte gibt. Sobald die vorhanden (und günstiger) sind, wird sich zeigen, daß Apple entweder Flash und Java auf dem iPhone nachrüsten muß oder die Kunden verlieren wird.
Und mir als Anwender ist es in letzter Konsequenz egal ob ich zur Nutzung des Internets einen PC verwende (an dem ich rumschrauben könnte aber gar nicht will) oder ein iPhone (an dem ich nicht mehr rumschrauben kann). Aber nur, solange alle meine Anwendungen funktionieren.
(danke tw)
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15. Februar 2008
Bruce Schneier hat einen sehr lesenswerten Artikel über die wirtschaftliche Bedeutung von Vendor Lock-Ins geschrieben.
“Wenn 100 Leute im Unternehmen Microsoft Office einsetzen, das pro Benutzer 500 USD kostet, dann wird das Unternehmen auf OpenOffice wechseln, wenn der Wechsel günstiger als 50.000 USD ist. Wenn der Wechsel teuerer als 50.000 USD ist, kann Microsoft die Preise erhöhen.”
Der komplette Text findet sich im Blog von Bruce und bei Wired.
Sein Fazit ist, daß mehr und mehr Sicherheitsfunktionen nicht mehr zum Schutz von Daten und Systemen sondern zum Schutz der wirtschaftlichen Abhängigkeit eingesetzt werden. Digitales Restriktionsmanagement (DRM) ist nur der Anfang.
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Lock-In
19. November 2007
Privacy ist ja sowas von old school, wen interessiert denn das noch? Ein paar Beispiele:
- Apple fällt gerne mal unangenehm auf, wenn es um das iPhone geht. Bei einige Anwendungen wie beispielsweise der Abfrage der Börsenkurse oder des Wetters wird eine IMEI-Nummer an Apple übertragen. Das scheint zwar nicht die IMEI des Telefons zu sein, notwendig ist die Übertragung aber trotzdem nicht und sollte daher mit Blick auf die im Bundesdatenschutz geforderte Datenvermeidung unterbleiben.
- Facebook wiederum observiert gerne mal, wo die User so im Web surfen. Von dritten Plattformen wird das Surfverhalten automatisch an Facebook gemeldet. Die Meldung erfolgt sogar, wenn der Facebook-Nutzer die Ausgabe dieser Daten in seinen Optionen abgeschaltet hat.
- World of Warcraft wiederum kommt mit einer Software (”Warden”) zum Schutz der Spielintegrität, die verschlüsselt und für jeden Anwender unterschiedlich ist (und regelmäßig verändert wird), so daß kein Nutzer mehr sicher sein kann, was Warden tatsächlich macht. Vermutlich werden keine Daten ausspioniert aber leider kann das auch niemand verifizieren um sicher zu gehen.
Ich versuche ja konsequent (auch wenn das nicht immer geht) solche Produkte zu meiden. Insofern kein Apple iPhone kaufen (ist eh nur Hype), nicht World of Warcraft spielen (interessiert mich nicht) und von Facebook, StudiVZ und Co. lasse ich weitgehend die Finger weg (ausgenommen Xing, aber ich paß auf was da steht).
Andererseits frage ich mich (z.B. auch bei HD-DVD und Blu-ray) langsam schon, ob die großen Konzerne den Bürger nur noch für Cashvieh halten und sich nicht mehr um grundlegende Rechte scheren müssen? Aber naja, der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar hat ja auch (unter Verkennung bzw. großzügigen ignorierens der Rechtslage) den Providern erlaubt, Verbindungsdaten zu speichern selbst wenn sie nicht zu Abrechnungszwecken benötigt werden. Was will man da noch erwarten.
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4. Juli 2007
kurz notiert:
iPhone Dev Wiki
Hackint0sh
kann man bestimmt mal brauchen … 
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