31. Mai 2009

Thomas Petri neuer Datenschutzbeauftragter in Bayern

Kategorie: Politik — Christian @ 23:07

Dr. Thomas Petri wurde vom Bayrischen Landtag auf Vorschlag der CSU, auf Empfehlung der FDP zum neuen Landesdatenschutzbeautragten gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Juli an.

Jetzt bin ich mal gespannt


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1. März 2009

Honeywell setzt EnCase zur Mitarbeiterüberwachung ein

Kategorie: Recht, Datenschutz — Christian @ 19:46

Auf so einen Fall habe ich ja schon länger gewartet, eher mit Verwunderung, daß bisher nichts bekannt geworden ist …

Honeywell, ein US-Amerikanischer Konzern, der u.a. in der Wehrtechnik aber auch Prozeßautomatisierung tätig ist, hat auf allen Rechnern der Mitarbeiter auch in Deutschland die forensische Software von EnCase installiert, die im Hintergrund die Rechner überwachen, Passwörter aufzeichnen und Festplatten-Images erstellen kann. Das funktioniert sogar, wenn beispielsweise EFS zur Verschlüsselung eingesetzt wird. EnCase ist in diesem Zusammenhang nicht irgendwer sondern die führende Forensik-Software, die von den meisten Polizeidienstellen weltweit eingesetzt wird. Das Bayerische LKA hat meines Wissens auch ein paar Lizenzen.

Im Grunde ist das die perfekte und komplette Überwachung aller Tätigkeiten am Rechner. Ich zeige bei meine eigenen Hacking-Vorträgen ja gerne die Angebote von Refog, u.a. den Employee Monitor. Jedem Teilnehmer ist auf den ersten Blick klar, daß so etwas völlig illegal ist.

Nur große Konzerne denken da offensichtlich anders. Der Mitarbeiter gilt nicht mehr als Mensch sondern als “Human Resource”, die wie jede andere Resource beliebig genutzt oder wenn nicht mehr gebraucht halt entsorgt wird. Einen wichtigen Komplizen haben die Datenverbrecher dabei im Bundesinnenministerium gefunden. Staatsfeind-Nr.-1 und Verfassungsfeind Schäuble ist der erste, der damit einverstanden ist, alles und jeden immer weiter zu überwachen. Datenschutz für Arbeitnehmer, wie auf dem letzten “Bürgerverarschungs”datenschutzgipfel gefordert wird weit hinten angestellt.

Und das traurige ist, weder für Honeywell noch für Schäuble haben diese Skandale (siehe Lidl, Telekom, Bahn und jetzt Honeywell) irgendwelche größeren Folgen. Der dumme ist nur der Bürger. Welcher geistig minderbemittelte Idiot wählt eigentlich die Schwachmaten von der CDU noch?


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21. Februar 2009

Google Analytics blockieren

Kategorie: Internet, Datenschutz — Christian @ 19:42

Das Blockieren von Google Analytics wird schwieriger. Früher konnte man im Adblock einfach google-analytics.com sperren und schon war Ruhe.

Inzwischen fangen die ersten Seiten an, das googelsche “Schmuddelkind” urchin.js auf ihren eigenen Seiten zu hosten. Beispielsweise die Welt online, bei der das Script jetzt unter hxxp://www.welt.de/scripts/urchin.js zu finden ist.

Na gut, dann passe ich halt meine Filter an:

  • */urchin.js
  • *.ivwbox.de/*
  • ivw.*

Dann ist weitgehend Ruhe mit dem Ausspionieren. Und die entsetzlichen Klickstrecken lohnen sich für die Anbieter auch nicht mehr.


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23. November 2008

Nicht nur bei der Telekom wird geschnüffelt

Kategorie: Datenschutz — Christian @ 03:11

Verizon-Mitarbeiter vergreifen sich sogar an den Daten des desginierten US-Präsidenten Obama.

Das zeigt doch nur wieder, wenn Daten irgendwo erstmal gesammelt werden, dann werden sie auch mißbraucht.


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5. September 2008

2:21 Minuten Datenschutzpflichtprogramm

Kategorie: Datenschutz — Christian @ 02:34

anzusehen bei der ARD: Der erfasste Bürger von Eric Beres, SWR.

Aus dem Nachtmagazin (05.09.2008, 01:05) und den Tagesthemen (05.09.2008, 22:45). Für das Hauptprogramm scheint der ARD das Thema zu sensibel zu sein. Vielleicht hat man Angst, man könnte damit die Politiker in den Verwaltungsräten der Sender zu sehr verärgern.


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27. August 2008

Zum aktuellen Datenschutzskandal

Kategorie: Politik, Datenschutz — Christian @ 19:33

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich zu den aktuellen Datenschutzskandalen überhaupt viel schreiben soll. Einerseits war so ein Skandal längst überfällig, gerade im Hinblick auf die vielen Identitätsdiebstähle in den USA und in Großbritannien. Auf der anderen Seite war vielleicht noch ein wenig die Hoffnung, im Land der Seeligen zu leben.  Zum aktuellen Stand gibt es unten eine kleine Presseschau. Ich selbst will nur zwei Punkte loswerden, die mir persönlich wichtig sind.

1. die Politik 

Wo sind denn unsere heroischen Kämpfer gegen die Kriminalität, wenn die Bürger tatsächlich real durch echte Verbrecher bedroht werden und nicht nur durch terroristische Phantasiespinnereien im Kopf eines Rollstuhlfahrers? Wo ist der GröIaZ Schäuble? Warum fordert er nicht die Todesstrafe, Guantanamo Bay und 150 Jahre verschärfte Einzelhaft? Statt dessen schafft er es gerade mal, zu einem “Kriesengespräch” ins Bundesinnenministerium einzuladen. Das klingt ganz nach Kohlscher Aussitzungstradition.

Wo ist der bayrische Scharfmacher Beckstein, der geistig Innenminister geblieben ist und nie zum Landesvater reifen wird? Warum genügt es ihm, im Wahlkampfbus durch die bayrische Provinz zu touren und über einzelne kriminelle Ausländer zu referieren statt die echten Probleme der ständigen Erosion des Datenschutzes anzusprechen? Ganz zu Recht wurde er in Freising während seiner gesamten Rede über zwei Stunden ausgepfiffen (ok, es ging mehr um die dritte Startbahn am Münchner Flughafen aber schön fand ich das trotzdem. Ich bin extra hin um mir das anzukucken).

Immerhin spät aber trotzdem peinlich auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Herr Schaar. Höhere Bußgelder, ist das alles was ihnen dazu einfällt, Herr Schaar? Wie wäre es, die Banken in die Pflicht zu nehmen und bei widerrechtlicher Abbuchung die Rückforderungsfrist auf 12 Monate zu verlängern?

Wenigstens konnte sich der Leiter des Unabhängigen Landesdatenschutzzentrums Schleswig-Holstein, Dr. Thilo Weichert zu konkreten Aktionen aufraffen. Als (soweit ich weiß) einziger Datenschützer stellte er Strafanzeige gegen einzelne Unternehmen bzw. unbekannt. In einer detaillierten Stellungnahme äußert er sich auch zu möglichen Konsequenzen. Voraussichtlich wird von der Politik keine einzige seiner Forderungen umgesetzt.

2. die Datensammelwut des Staates

Eigentlich sollte inzwischen auch die letzte Oma kapiert haben, daß einmal vorliegende Daten auch mißbraucht werden. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um die Autobahnmautdaten, die biometrischen Reisepässe, die Gesundheitskarte oder die neue Steuerzahleridentifikationsnummer (TIN, Taxpayer Identification Number, welcher Bundesdepp hat sich eigentlich den Anglizismus ausgedacht?)  geht.

Gerade die Steuerzahleridentifikationsnummer ist auf dem besten Weg zum bundeseinheitlichen Personenkennzeichen zu werden. Aber auch die zukünftig auf der Gesundheitskarte gespeicherten Daten die eventuell vielleicht mit der Arzt-PIN ohne Wissen des Patienten abgefragt werden können, weil der Patient ja zu doof ist, seine PIN einzugeben, werden viele Begehrlichkeiten wecken.

Vielleicht kam der Skandal gerade noch rechtzeitig und der “mündige Bürger” wacht auf und sieht, in welche Richtung sich unser Staat gerade entwickelt.

Begeben Sie sich direkt nach 1984. Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie nicht 4000 Euro ein. 


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1. August 2008

Bettvorleger Schaar

Kategorie: Politik, Datenschutz — Christian @ 22:07

Woran erkennt man am deutlichsten, daß der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar ein völlig harm- und zahnloser Bettvorleger ist?

Genau:

    “Nach der Unionsfraktion haben sich auch führende SPD-Politiker für eine Wiederwahl des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar ausgesprochen, dessen erste Amtsperiode im Dezember endet.”

*seufz*


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29. Mai 2008

Die Telekom und die Vorratsdatenspeicherung

Kategorie: Politik, Datenschutz — Christian @ 18:38

Der Skandal um das mutmaßliche Ausspähen von Daten durch Mitarbeiter der Dt. Telekom zeigt meiner Ansicht nach genau, was die Folge der Vorratsdatenspeicherung sein wird:

  1. Sobald Daten erst einmal vorliegen, werden sie auch mißbraucht. Da ist es völlig egal, ob es sich um Abrechnungs- und Gesprächsdaten der Telekom oder Vollzugsdaten der Polizei handelt. Der einzige wirksame Schutz ist der Verzicht auf die Speicherung der Daten.
  2. Auch wenn heute der Zugriff nur für die Bekämpfung von Terroristen geplant ist, wer definiert denn morgen, was Terroristen sind? Von der CDU-Abgeordneten und ehemaligen Ministerin Reiche werden Umweltschützer die nicht ihrer Meinung sind gerne mal als “Bio-Terroristen” bezeichnet. Bundestagsabgeordnete sind vor Strafverfolgung leider auch bei Beleidung geschützt. Die verunglimpften Umweltschützer jedoch können die volle Härte der Terrorgesetze erwarten.
  3. Die nächste Hürde die fällt ist der Richtervorbehalt. In Österreich ist es bereits so, daß jeder Polizist unkontrolliert Zugriff auf alle diese Daten hat. Und dann wundert sich jemand über Mißbrauch?
  4. Jeder von uns hat etwas zu verbergen. Besonders zu nennen ist in dem Zusammhang der ehemalige Bundesinnenminister Schily. Das ist der Mann, der von uns immer verlangt hat, wir hätten doch nichts zu verbergen. Aber was hat dann Schily zu verbergen? Illegale Einkünfte? Oder warum weigert sich der Mann beharrlich, Gesetze einzuhalten? Und wieso sitzt der überhaupt noch im Bundestag?

Ich hoffe ja, daß endlich ein paar mehr Leute in diesem faulen Staat aufwachen und erkennen, daß etwas ganz grundlegend falsch läuft. Aber vermutlich ist die aktuelle Aufregung lediglich ein winziges Strohfeuer.


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15. Mai 2008

Die Hacker vom CCC haben die Rolle des obersten Datenschützers übernommen

Kategorie: CCC, Literatur — Christian @ 00:45

schreibt Spiegel Online übrigens völlig zu recht.

Wann tritt dieser unsägliche Schwätzer Schaar eigentlich endlich zurück?


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26. März 2008

Noch mehr Folgen der Vorratsdatenspeicherung

Kategorie: Datenschutz — Christian @ 15:38

Deutsche Anonymisierungsdienste wie AN.ON haben sich damit praktisch auch erledigt. Durch das Mix-System ist theoretisch noch ein gewisser Schutz gegeben (wenn zumindest ein Mix im Ausland steht) aber das ist natürlich funktionsbedingt nicht gewährleistet.

Software wie CyberGhost VPN der S.A.D. GmbH aus Ulm ist jedoch völlig nutzlos geworden, da alle Zugriffe verschlüsselt an den Anbieter und von dort ins Internet geleitet werden. Beim Anbieter muß jedoch alles protokolliert werden. Nunja, freuen sich halt ausländische Unternehmen über den zusätzlichen Umsatz. Dort kann von deutschen Behörden noch weniger kontrolliert werden.

(via Heise)


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