20. Dezember 2011

Download-Seiten und die Toolbars

Category: Hacking,Internet,Produkte — Christian @ 14:45

Das Problem ist seit Jahren bekannt: Egal von welcher der vielen Download-Seiten man ein kostenloses Programm runterlädt, bei der Installation wird man bei jedem zweiten Programm gefragt ob man eine dieser vielen ekeligen Toolbars für den Browser mitinstallieren möchte, die keinerlei nützliche Funktionen für den Anwender haben aber die Startseite und die Suchmaschine verändern, das Surfverhalten des Benutzers ausspionieren und ansonsten bei jeder Gelegenheit mit Werbung nerven. Der erfahrene Computernutzer weiß das inzwischen aber ich habe mindestens schon zehn mal bei meinen Eltern die Google-Toolbar, dioe Yahoo-Toolbar, die Ask-Toolbar und ich weiß nicht was noch alles für Dreck deinstallieren müssen. In der Regel bekommen die Softwareentwickler Geld von den Toolbar-Herstellern aber manchmal steckt das Geld auch der Downloadseiten-Betreiber ein und der Softwareentwickler weiß gar nichts davon.

Fyodor, dem Entwickler von Nmap ging es jetzt so. Er hat Beschwerden von Nutzern bekommen die Nmap von C|Net heruntergeladen haben anstatt direkt von nmap.org und sich dabei eine StartNow-Toolbar eingefangen haben die ihre Startseite austauscht und Microsoft Bing als Suchmaschine einstellt. Fyodor ist entsprechend sauer:

    „We’ve long known that malicious parties might try to distribute a trojan Nmap installer, but we never thought it would be C|Net’s Download.com, which is owned by CBS! And we never thought Microsoft would be sponsoring this activity!“

Um echte „Malware“ im Sinne der meisten Virenscanner handelt es sich bei der Toolbar natürlich nicht auch wenn Panda, McAfee und F-Secure Alarm schlagen. (Ich vermute wegen einer Heuristik die einen Binary-Wrapper erkennt). Aber unfreundlich ist das eben schon. Nicht umsonst verbietet beispielsweise Microsoft, Patches auf anderen Webseiten zum Download anzubieten. Und wie Fyodor meint ist das auch ein Verstoß gegen seine Markenrechte an Nmap.

Ich rate sowieso jedem, Dateien immer möglichst vom Originalanbieter herunterzuladen. Und auf keinen Fall irgendwelche Toolbars zu installieren. Nmap good. Toolbar bad.


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18. Dezember 2011

Gartner Magic Quadrant für Enterprise Firewalls

Category: Produkte — Christian @ 16:00

Darauf hat mich eben ein Kollege aufmerksam gemacht:

Im aktuellen Gartner Magic Quadrant for Enterprise Network Firewalls ist Juniper Networks aus dem Leader Quadranten rechts oben rausgefallen und nur noch Check Point und Palo Alto übrig. Fortinet hat Juniper fast überholt und SonicWall und Stonesoft sind auch wieder nahe am Leader.

Ich bin ja ein wenig überrascht. Weniger, dass Juniper rausgeflogen ist als dass Palo Alto da jetzt alleine mit Check Point drinsteht. Juniper hat noch ein paar Probleme mit der SRX, die ist noch nicht so schön bedienbar wie man das von einer Firewall erwartet und vor allem beim zentralen Management vieler Firewalls muss noch was passieren. Ich glaube mit dem NSM ist niemand so wirklich glücklich. Mein persönlicher Eindruck von Palo Alto wiederum ist zwar, dass man da ein sehr sehr mächtiges Produkt hat, das aber so komplex ist, dass das höchstens ein Full-Time Administrator bedienen kann. Und den haben halt nicht alle Unternehmen. Aber vielleicht ist die Gartner-Meinung ja, für Enterprise Firewalls gibt es immer einen dedizierten Administrator. Oder Palo Alto ist eigentlich doch ganz einfach zu konfigurieren und ich habe das nur falsch eingeschätzt. Die Erfahrung mit Palo Alto fehlt mir leider.


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