24. April 2007

Von großen und kleinen Hotels

Kategorie: Reisen — Christian @ 14:25

Ich mag Accor nicht. Die ganze Hotelgruppe. Egal ob Sofitel, Mercure, Dorint/Novotel, Ibis oder was sonst noch dazugehört. Ich habe regelmäßig den Eindruck, da ist man nicht “Gast” sondern nur “Kunde” und sollte möglichst die Abläufe nicht stören.

Heute im Dorint/Novotel Kongresshotel in Neuss: Offiziell darf das Zimmer bis 12 Uhr belegt bleiben, ich habe vorher auch extra nochmal an der Rezeption gefragt … kein Problem. Da ich um kurz nach neun meinen Vortrag hatte wollte ich danach in Ruhe so gegen 11 Uhr auschecken. Leider war dieses Zimmer beim Aufräumen schon um 10:30 Uhr dran. Also hat das Zimmermädchen das Bett neu bezogen, alle Handtücher rausgeräumt und bei der Gelegenheit meine Sachen die im Zimmer noch rumlagen auf einen Haufen geworfen, weil ihr das wohl im Weg umging. Blöd, wenn ich mich nochmal hätte duschen oder ein paar Minuten hinlegen wollen. Und nach meinem Empfinden unverschämt, was meine Sachen anging.

Sehr gastfreundlich und nicht das erste mal, das mir das in einem Accor-Hotel passiert. Ich vermute ja, die Aussage “bis 12 Uhr” steht nur deshalb da, weil das alle 4-Sterne Hotels haben. Am liebsten wäre Accor aber, wenn der Gast möglichst um 9 Uhr wieder verschwunden ist. Es nutzt auch gar nichts, sich irgendwo zu beschweren. Die übliche Reaktion der Accor-Mitarbeiter ist gelangweiltes Schulterzucken, auch schon mehrfach erlebt, und damit ist für die die Sache erledigt.

In kleineren Hotels ist mir das interessanterweise noch nie passiert. Darum versuche ich auch wann immer möglich, Hotels der Accor-Gruppe zu vermeiden.

Es gibt aber auch das krasse Gegenteil dazu. Meine aktuelle Hotelempfehlung aus der Gegend um Münster/Westfalen: das Hotel Lindenhof in Emsdetten.

Das von Familie Hankh geführte Hotel gehört zu den Perlen. Wunderschöne, sehr großzügige Zimmer (zumindest im Nichtraucher-Nebengebäude), interessant ausgestattete Zimmer im Hauptgebäude und ein Spitzenrestaurant, von Udo Hankh geführt, das sich nicht verstecken muß. Ebenfalls sehr erfreulich ist die Infrastruktur. Ethernet und Wireless LAN in jedem Zimmer, sehr schneller Internet-Zugang und ohne Aufpreis im Zimmerpreis enthalten. So Kleinigkeiten wie Schirme zum Ausleihen oder ein Wasserspender (natürlich auch alles ohne Aufpreis) runden das Hotel ab. Meiner Meinung nach lohnt es sich für dieses Hotel, die 30 km von Münster nach Emsdetten zu fahren. Oder auch nur zum Abendessen!


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13. April 2007

Hotel Europa in Münster

Kategorie: Reisen — Christian @ 09:12

Ich reise zu viel. Und ich mag unpersönliche Riesenhotels nicht. Darum meide ich, wenn möglich, die ganzen Hotels der Accor-Gruppe, also Ibis, Mercure, Dorint Novotel und Sofitel. In diesen Häusern habe ich ganz subjektiv immer das Gefühl, zwar Kunde aber nicht Gast zu sein. Und für den Preis des Ibis bekommt man in der Regel auch ein nettes, kleines und sympathisches Hotel in dem oft auch das Frühstück besser ist (z.B. gibt es dann Rührei mit Speck).

Darum habe ich mal wieder in einem neuen Hotel übernachtet, dieses Mal im Hotel Europa in Münster. Und mit den City Partner Hotels war ich bisher meistens zufrieden.

Ich reise ja immer gerne sehr spät an, selten vor Mitternacht. Da freut es mich, wenn ein Hotel die Rezeption 24×7 besetzt hat, die Bar in der Nacht noch offen ist und es für die spät anreisenden Gäste sogar kostenlos eine leckere Mitternachtssuppe gibt. Das Frühstück war auch in Ordnung, für den Preis sogar sehr gut.

Für Reisende mit dringendem Internet-Bedarf ist das Hotel jedoch nicht zu empfehlen, da es wie so viele andere Hotels auf die frech überteuerten Hotspots der Telekom zurückgreift. Ich frage mich ja, was so schwer ist eine DSL-Flatrate zu bestellen, zwei Access Points im Haus zu montieren und den Internet-Zugang wie in Norwegen allen Gästen kostenfrei anzubieten.


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